Energiewende

Veröffentlicht am 12.06.2011 in Unterbezirk

Harburg: (pm): Die Energiewende war das zentrale Thema bei der jüngsten Vorstandssitzung der SPD Donau-Ries in Harburg. „Es ist traurig, dass es zu einer Katastrophe wie in Fukushima kommen musste, bevor Union und FDP zum Ausstieg aus der Kernernergie bereit waren“, sagte die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Rita Ortler. Einigkeit herrschte bei den Anwesenden darüber, dass die Zukunft vor allem in der dezentralen Energieversorgung durch erneuerbare Energien liege werde.

„Die Kommunen müssen dabei die Schlüsselrolle haben“, forderte Bürgermeister Matti Müller aus Oettingen. Auch die anderen Vorstandsmitglieder schlossen sich der Auffassung an, dass die Energiewende nicht von den großen Konzernen, sondern von unten kommen sollte. Das Ziel müssten energieautarke Gemeinden und Landkreise sein. Der Weg dahin führe vor allem über die Nutzung von Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie. Die Entscheidungshoheit über diese wichtige Säule der Daseinsvorsorge müsse wieder in der Hand von Städten und Gemeinden liegen. „Auch hier steht die SPD eng an der Seite der Kommunen“, sagte die Vorsitzende Ursula Straka. Bürgernähe sei dann am besten gewährleistet, wenn Gemeinderäte und Bürger vor Ort darüber entscheiden können, wie die eigene Energieversorgung sichergestellt werden soll. Wenn man unmittelbar betroffen ist, seien Vor- und Nachteile leichter zu überschauen. Dass es dabei sozial gerecht zugehen müsse, forderte Peter Moll, Beisitzer im Vorstand. „Nicht jeder besitzt ein Dach“ sagte er in Anspielung auf die im EEG geregelte Abnahme und Vergütung von Strom aus Photovoltaikanlagen. Bei der Betreibung von Solar- und Windkraftanlagen seien genossenschaftliche Modelle denkbar. „Die Energiewende muss „bürgernah, wirtschaftlich erfolgreich, sozial gerecht und ökologisch verantwortlich“ sein, fasste Ursula Straka die Position der SPD zusammen.
Man beschloss, sich in nächster Zeit vertieft mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich vor Ort zusammen mit den Ortsvereinen ein Bild von den bereits bestehenden alternativen Anlagen zu machen.

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