PPP-Stipendiatin berichtet über ihr Austauschjahr in den USA

Veröffentlicht am 04.06.2024 in Jugend

Eva beim Parlamentarischen Patenschaftsprogramm zu sehen in Washington DC

Als Bundestagsabgeordneter betreue ich gerne Stipendiaten, die am Parlamentarischen Patenschaftsprogramm teilnehmen. Der Deutsche Bundestag ermöglicht in Kooperation mit dem US-Kongress Jugendlichen, für ein Schuljahr in die USA gehen und auch US-Schüler:innen, nach Deutschland zu kommen

Derzeit ist die 17-jährige Eva aus Donauwörth in North-Carolina, USA. Sie erzählt uns am besten selbst von ihren Erlebnissen: 

"Als ich mich für das PPP bewarb, habe ich mich sehr auf das Neue und Andere gefreut. Ich wollte wissen, wie es ist in einem anderen Schulsystem, in einer anderen Familie, mit einer anderen Sprache und in einem anderen Land mit anderer Kultur zu leben. Dies ermöglichte mir das PPP. Am Anfang war die Schule hier einer der neuesten Aspekte. Anstatt insgesamt 14 Fächer in Deutschland hatte ich hier vier Fächer pro Semester. Während ich am Donauwörther Gymnasium meist eine gleichbleibende Klasse hatte, hat hier jeder seinen eigenen Stundenplan. Alle vier in der Highschool vertretenen Jahrgangsstufen können deshalb in einer Klasse sein. Die Fächer variieren drastisch nach eigener Vorliebe. Ich zum Beispiel konnte Interessen wie Musik, Reden/Vorträge und Meeresbiologie täglich für eine Doppelstunde in der Schule belegen.

 

Nachmittags ist man meistens mit 'extracurriculars' wie Sport, Band, Theater und verschiedenen anderen Clubs beschäftigt. Da das Angebot außerschulisch vergleichsweise gering ist, zentriert sich das Leben nach der Schule in schulischen Clubs, in denen alle Interessen vertreten sind. Das Angebot ist riesig, so gibt es mehrere Politikclubs, verschiedene Programmier- und Wissenschaftsclubs, einen Deutschlandclub, einen Costco-Würstchen Club und noch vieles mehr.

 

Oftmals trifft man seine Freunde in dieser Freizeit. Meine Freundesgruppe besteht hauptsächlich aus anderen Bandmitgliedern und Menschen aus dem Politikclub, da ich mit diesen fast jeden Nachmittag entweder Musik mache oder debattiere. Darum erfolgt oftmals die typisch amerikanische Cliquenbildung wie in den Highschool-Filmen – Sportler verbringen Zeit mit anderen Sportlern, Theatermitglieder verbringen Zeit mit anderen in ihrem Club, etc. Dieses Klischee habe ich nicht geglaubt, es trifft aber tatsächlich zu.

Die Sprachbarriere war viel geringer als ich vorher erwartet hatte. Wenn ich mal ein Wort nicht wusste, waren sowohl Google als auch meine Freunde und meine Gastfamilie eine große Hilfe. Und auch sonst war das Neue und Andere zum Teil gewöhnungsbedürftig, aber es macht unglaublich Spaß, kleine Unterschiede in der Kultur zu finden. Zum Beispiel essen Amerikaner häufig nur mit Gabel - anstatt wie wir mit Messer und Gabel.

 

All diese kleinen Erlebnisse haben mich geprägt und ich bin unglaublich froh und dankbar, dass ich diese Erfahrungen machen darf. Auch wenn alles nicht immer sofort leicht ist, wächst man mit jedem Tag als Person und man lernt immer etwas Neues. Oftmals kann ich aber auch anderen Neues über meine Heimat erzählen, was definitiv auch festigend und schön ist. Ich empfehle das PPP jedem, der daran interessiert ist neue Erfahrungen zu machen, aber auch bereit dazu ist, aus seiner eigenen Komfortzone heraus in die Welt zu schauen. Für mich persönlich war es perfekt."

 

 

Kontaktdaten und Pressefotos finden Sie hier.

Homepage Christoph Schmid, MdB

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