Aufbruchstimmung am Aschermittwoch bei den Genossen

Veröffentlicht am 20.02.2013 in Landespolitik

Beim politischen Aschermittwoch des SPD-Ortsvereins in Bäumenheim herrschte im prall gefüllten Unterwirt seit langer Zeit wieder eine unbeschreibliche Aufbruchstimmung bei den Genossen. Das neue Konzept zur Aschermittwochsveranstaltung mit einer informativen Talkrunde ging völlig auf.
Der Ortsvorsitzender Christian Scholz begrüßte im voll besetzten kleinen Saal im Unterwirt die Mitglieder und Interessierte, darunter viele befreundete Genossen aus den umliegenden Ortsverbänden, unter dem Motto: „Aschermittwoch in Bäumenheim heißt Politik zum Anfassen, Politik zum Mitmachen, Politik mit etwas Schärfe gewürzt und den Gegner mit spitzen Bemerkungen ins Visier nehmen.“

Als prominente Rednerinnen der traditionellen Veranstaltung konnte in diesem Jahr die Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher sowie die Landtagskandidatin und Juso-Vorsitzende Marion Segnitzer gewonnen werden .Zusätzlich entpuppte sich der Alerheimer Bürgermeister Christoph Schmid als brillanter Moderator, der äußerst kurzweilig durch die Talkrunde führte.
Treu dem Bäumenheimer Motto folgend legten das Trio dann bei Forelle und Kässpätzle los. Ob „Wendehalspolitik des Ministerpräsidenten“, „Abschaffung der Studiengebühr“ oder „Das idiotische Betreuungsgeld“ - der politische Gegner wurde heftig attackiert. „Gespart wird bei den hart arbeitenden Menschen. Aus dem richtigen Grundsatz ‚Gute Arbeit verdient auch gutes Geld“, hier betreibt die Schwarz-gelbe Koalition den Generalangriff auf den Sozialstaat, statt endlich zu kapieren, dass nur Mindestlöhne die Probleme lösen“.
Vor allem die Themen Betreuungsgeld, Mindestlohn und Bildung lag dem Trio sehr am Herzen. So stellte die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabi Fograscher fest. „Das Betreuungsgeld schaffe nur falsche Anreize und zur Zeit gibt es sowieso zuwenig Betreuungsplätze“ Marion Segnitzer ergänzte, dass mit dem gesparten Betreuungsgeld mehr Betreuungsplätze geschaffen werden könnten aber und vor allem eine bessere Bezahlung des Betreuungspersonales gewährleistet werden könnte. Bei Thema Mindestlohn muss vom Staat jährlich 10 Milliarden Euro als Aufstockung von Niedriglöhnen bezahlt werden! Hier kann nur das Ziel der SPD sein, einen Mindestlohn von 8,50 Euro festzulegen. Was in 25 von 27 EU-Staaten funktioniert sollte auch bei uns möglich sein, denn guter Lohn ist die Vorraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.
Bei Thema Bildung stellten die beiden Rednerinnen fest, dass mit dem Ergebnis des Bündnisses zur Abschaffung der Studiengebühr, dies ein klares Signal an die SPD zum Regierungswechsel war. Da wir kaum Rohstoffe besitzen ist Bildung ist unsere einzige Ressource. Die Skandinavischen Länder geben 1% ihres Bruttosozialproduktes für Bildung aus, bei uns ist es nicht mal ein Bruchteil davon. Ebenso muss auch die berufliche Bildung gefördert werden, was jedoch die Regierung zum Thema Bildung unternimmt ist mehr als desaströs. Für eine weitere berufliche Ausbildung z.B. im Pflegeberuf muss ca. 5000,00 – 7000,00 EUR aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Der Verdienst danach ist immer noch unterirdisch!
Himmelschreiend ist z. B. das Bayerische Schulsystem gab Marion Segnitzer als betroffene Lehrerin an. Das Grundschulabitur für die 3. + 4. Klassen ist eine absolute Katastrophe, hier gibt es nur einen Gewinner – die boomende Nachschulbranche. Arbeitsplatzbeschaffung an der falschen Stelle ist dies. Die SPD ist für die Einführung der Gesamtschule um diesem Irrsinn ein Ende zu schaffen.
In der anschließenden Fragerunde standen die beiden Genossinnen umfangreich Rede und Antwort. Themen wie mangelnde Infrastruktur auf dem Land, schlechte Verkehrsanbindung und kein Internet, die Folge keine Industrieansiedlung – Bayern besteht eben nicht nur aus den Ballungsräumen. Die Entkoppelung der Banken muss beschleunigt werden – denn wer sein Geld verzockt, dem soll nicht mit den Spareinlagen der kleinen Leuten geholfen werden.
An die Genossen appellierten die beiden Protagonistinnen, sich der gemeinsamen Werte und Grundvorstellungen wieder bewusst zu werden, nämlich von sozialer Gerechtigkeit und Solidarität , um immer wieder zu innerparteilicher Geschlossenheit zurückzufinden und den alten Kampfgeist aus dem Nachtkästchen zu holen. Denn: „Die Menschen in Deutschland, die Menschen in Bayern brauchen eine starke Sozialdemokratie.“
„Den proppenvollen Saal heute fasse ich als deutliches Signal für die Zukunft auf“, freute sich Ursula Straka, ehemalige Vorsitzende der SPD Donau-Ries, und erinnerte die Genossen an die über 150 jährige Tradition dieser selbstbewussten und an ihren Grundwerten festhaltenden Partei.
Um Unterstützung bat Christian Scholz die Genossen, dass sie mit Leidenschaft und Engagement in das anstehende Superwahljahr gehen, denn diesmal haben die Sozialdemokraten mehr als berechtigte Chancen in Bayern sowie im Bund.

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