Antrag der SPD Kreistagsfraktion zur Förderung von Schwimmbädern.

Veröffentlicht am 18.06.2018 in Kreistagsfraktion

Beim Thema Schwimmbäder geht die SPD-Kreistagsfraktion jetzt in die Offensive. Man muss das Problem bei der Wurzel packen, so die einhellige Meinung bei der jüngsten Fraktionssitzung. Das  Problem liege darin, dass die Schwimmbäder im Kreis nicht kostendeckend betrieben werden können, sondern Defizite erwirtschaften, die dann die jeweiligen Städte und Gemeinden belasten.

Wenn die Staatsregierung jetzt eventuell eine Investitionsförderung für Schwimmbäder in Aussicht stellt, aber nicht dazu bereit ist, sich an den laufenden Betriebskosten von Bädern zu beteiligen, ändert sich an dem zentralen Problem nichts. Deshalb stellt jetzt die SPD-Kreistagsfraktion den Antrag, für die Schwimmbäder im Kreis, freiwillige Zuschüsse im Rahmen der Sportförderung zur Verfügung zu stellen. Dies könnte die Situation auf Dauer entspannen helfen.

Antrag der SPD-Fraktion im Kreistag zur Prüfung einer Sportstätten-Förderung für die Betreiber von Schwimmbädern im Landkreis

„In den Gremien des Kreistags soll geprüft werden, inwieweit durch freiwillige Zuschüsse im Rahmen der Sportförderung die besonderen Belastungen für die Träger von Schwimmbädern reduziert werden können. Im Rahmen der Haushaltsberatungen des Jahres 2019 soll dann eine Beschlussfassung über mögliche Zuschüsse des Landkreises erfolgen.


Begründung: Die Diskussion um die mögliche Wiedereröffnung des Almarin in Mönchsdeggingen hat eindrucksvoll vor Augen geführt, wie groß die Belastungen für die Betreiber von Schwimmbädern sind. Davon sind nicht nur das Almarin in Mönchsdeggingen und ein zukünftiger Träger betroffen, sondern auch andere Betreiber von Schwimmbädern in unserem Landkreis. Die Kommunen und Schulverbände übernehmen als Schwimmbadbetreiber eine verantwortungsvolle und finanziell herausfordernde Aufgabe von der auch die anderen Kommunen des Landkreises profitieren. Sowohl in den Hallenbädern als auch in den Freibädern entstehen dabei jährlich hohe finanzielle Defizite. Der Landkreis unterstützt im Rahmen der Sportförderung die Vereine, aber unter anderem auch die Nachwuchsleistungszentren im Fußball und Basketball als freiwillige Aufgabe. Schwimmen als „Volkssport“ ist im Gegensatz zu Laufen, Nordic Walking oder Radfahren auf eine teure Infrastruktur angewiesen. Wenn der Landkreis Donau-Ries die Betreiber von Schwimmbädern tatsächlich dauerhaft unterstützen möchte, dann sollte er ein Modell entwickeln, von dem alle Betreiber von Bädern - unabhängig von der bereits beschlossenen Abrechnung der in den Bädern durch landkreiseigene Schulen in Anspruch genommene Schwimmstunden - mit einem jährlichen Kostenbeitrag unterstützt werden. Vorstellbar wäre z.B. ein Konzept, bei dem ein fester Zuschuss pro m²-Schwimmfläche ausbezahlt wird. Nachdem die Bäder nicht ganzjährig zur Verfügung stehen, sollte sich dieser Zuschuss auch an den Öffnungstagen orientieren, so dass ein gerechter Modus für alle Betreiber von Bädern gefunden werden kann. Uns ist bewusst, dass damit auch für den Landkreis Donau-Ries eine hohe zusätzliche Kostenbelastung entsteht, aber mit einem derartigen Modell könnte die Situation der Betreiber von Bädern aus unserer Sicht nachhaltig verbessert werden."


 

Unsere Spitzenkandidatin: Natascha Kohnen

Landesvorsitzende Natascha Kohnen

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